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Art Cinema Awards für Tinta Bruta und Teatro de Guerra auf dem Berlinale 2018

Art Cinema Awards für Tinta Bruta und Teatro de Guerra auf dem Berlinale 2018

Berlinale Panorama

TINTA BRUTA (Hard Paint) von Marcio Reolon und Filipe Matzembacher erhält den Art Cinema Award auf dem 68. Berlinale Panorama.

Informationen zum Film

Tinta Bruta (Hard Paint)
Brasilien, 2018, 118 Minuten
Regie und Drehbuch: Marcio Reolon & Filipe Matzembacher
Cast: Shico Menegat (Pedro), Bruno Fernandes (Leo), Guega Peixoto (Luiza), Sandra Dani (Oma)
Produktion: Avante Filmes, Porto Alegre, Brazil, contato@avantefilmes.com
Weltweit Verkauf: m-appeal world sales UG, Berlin, Germany, +49 30 61507505, berlinoffice@m-appeal.com

Mehrere Informationen auf der Berlinale Webseite.

Synopsis

Pedro verdient sein Geld in Chatrooms. Die Bildauflösung mag nicht perfekt sein, doch wenn sich Pedro vor der Webcam in NeonBoy verwandelt, erzielt das den gewünschten Effekt. Langsam lässt der junge Mann seine Finger erst in verschiedene Farbtöpfe und danach über seinen nackten Körper wandern. Im Dunkeln beginnt NeonBoy zu leuchten, folgt den Aufforderungen der User und trifft sich schließlich für Geld mit einem von ihnen im privaten Chat. Als Pedros Schwester Luiza aus der gemeinsamen Wohnung auszieht und er bemerkt, dass jemand seine Shows imitiert, beginnen die Dinge sich zu verändern. Er verabredet sich mit dem Unbekannten zu einem Date, das weitreichende Folgen hat.
Wie in bisher allen Filmen des Regie-Duos Felipe Matzembacher und Marcio Reolon befinden wir uns in Porto Alegre in Südbrasilien und beobachten junge, queere Menschen auf der Suche nach Nähe, Gemeinschaft und Geborgenheit. Die elegant eingewobenen virtuellen Bilder führen, wie auch die Geschichten der Figuren, indirekt aus dieser Welt heraus, dennoch bleiben wir immer vor Ort, in einer zunehmend homophoben brasilianischen Gesellschaft, deren Außenseitern hier mit großer Zärtlichkeit und viel Sensibilität ein Porträt in drei Akten gewidmet wird.

Jurys Begründung:

Out of this year’s strong competition in the Berlinale Panorama section, the CICAE jury has decided to award the Brazilian film TINTA BRUTA – HARD PAINT.
The jury was touched by the main character Pedro and his search of identity through his persona NeonBoy. The film tells the story of his struggle in today’s homophobic society where he seeks his comfort through chat rooms and inclusion by his art and seductive performances.
The story is not only magnified by the films photographic quality but also by its sound design and score that gives high cinematographic value to the universal themes of identity in modern day urban jungle with the powerful performance by Shico Menegat. This are some of the aspects the jury believes will draw audiences to arthouse cinemas throughout the world.

In der Jury waren:

Johan Fogde Dias, Zita Folkets Bio, Stockholm
Pierre-Alexandre Moreau, Studio Cinémas, Tours
Elisa Rosi, Lichtblick-Kino, Berlin

Berlinale Forum

TEATRO DE GUERRA von Lola Arias erhält den Art Cinema Award auf dem 68. Berlinale Forum.

Informationen zum Film

Teatro de Guerra
Argentinien / Spanien / Deutschland, 2018, 82 Minuten
Regie und Drehbuch: Lola Arias
Produktion: Gema Films, Buenos Aires, +54 911 41634724, gema@gemafilms.com, gemafilms.com
BWP, Barcelona, +34 635 352271, bettina@bw-production.com, bw-production.com
Sutor Kolonko, Köln, +49 163 5614734, ingmar.trost@sutorkolonko.de, sutorkolonko.de
Sake Argentina, Buenos Aires, +54 911 41980181, psaleh@sakeargentina.com, www.sakeargentina.com

Mehrere Informationen auf der Berlinale Webseite.

Synopsis

Der Krieg um die Falklandinseln dauerte von April bis Juni 1982 und kostete 655 argentinische und 255 britische Soldaten das Leben. Er endete mit der militärischen Niederlage Argentiniens und bis heute umstrittenen Gebietsansprüchen zwischen den beiden Staaten.
35 Jahre nach Kriegsende lädt die argentinische Künstlerin und Regisseurin Lola Arias Veteranen ein, sich zu erinnern – gemeinsam, zu zweit oder im Dialog mit der Kamera. Briten und Argentinier stehen sich als ehemalige Feinde gegenüber. Zugleich bilden sie ein Ensemble, wenn sie etwa in einem verlassenen Gebäude, einer Bühne gleich, eine Kampfszene nachstellen. Landkarten, verblichene Zeitschriften, Aufnahmen aus der unwirklichen Gegend der Gefechtsschauplätze liefern visuelle Ausgangspunkte und filmische Räume für ihre Geschichten über die Angst vorm Sterben und vorm Töten, über die Auswirkungen eines Krieges, der sie alle gezeichnet hat. Doch Teatro de guerra bleibt nicht in der Vergangenheit: In inszenierten Begegnungen mit jungen Schauspielern, die heute so alt sind wie Marcelo, Jim und die anderen es damals waren, stellt der Film auch die Frage, wie Erinnerungen vererbt werden und weiterleben.

Jurys Begründung:

Faithful to the philosophy and ethics of Berlinale Forum, while blurring the boundaries between fiction and documentary, “Gesamtkunstwerk” and film, TEATRO DE GUERRA is a brave attempt to negotiate late 20th century postcolonial conflict, the Falklands/Malvinas War, and its painful implications. We would like to highlight “Teatro de guerra” potential to engage diverse international audiences through its analytical and emotional form. We are looking forward to future works from director Lola Arias and cinematographer Manuel Abramovich, as well as the other promising Argentinian filmmakers in this year’s Forum.

In der Jury waren:

Kirill Adibekov, Pioner Cinema, Moskau
Natalie Gravenor, filmokratie, Berlin
Piotr Szczyszyk, Zamek Culture Centre, Palacowe Cinema, Posen

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