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Italienisches Filmfestival von Annecy (Frankreich): “Nina” von ELISA FUKSAS gewinnt CICAE ART CINEMA AWARD

Italienisches Filmfestival von Annecy (Frankreich): “Nina” von ELISA FUKSAS gewinnt CICAE ART CINEMA AWARD

Die vollen Gassen der ewigen Stadt, sie leeren sich unter der Hitze des Sommers. Wie in Paris, New York, Barcelona, so spielt sich auch in Rom eine Stadtflucht der Einwohner ab. Es entsteht eine Art Vakuum, ein zeitloser Raum. In diesen Raum stellt Elisa Fuksa ihre Protagonistin Nina, eine junge Frau, die über den Sommer Wohnung und Hund eines Freundes hütet, die Kuchen isst, Gesang unterrichtet, joggen geht und chinesische Schrift lernt. Nachts auf dem Dach trifft sie den 11-jährigen Ettore. Auch er driftet durch den Sommer. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft. So leicht es Nina fällt, Ettore in ihr Herz zu lassen, so sehr wehrt sie sich, als der junge Cellist Fabrizio um sie wirbt. Fuksas inszeniert kunstvoll. Ihre Einstellungen sind wie Installationen – Räume, durch die sich unaufgeregt die Handlung des Films zieht. Fuksas Nina mutet an, wie die leicht ruppige, etwas düstere Schwester von Jeunets AMÉLIE.

Quelle: filmfest-muenchen.de

Begründung der CICAE-Jury :

Wir haben uns entschieden, NINA von Elisa Fuksas den Preis der CICAE zu verleihen, da diese auf den ersten Blick leicht erscheinenden Komödie mit einem eigenen, anspruchsvollem ästhetischen Still ein breites Publikum ansprechen kann. Die Autorin überzeugt durch ihre sanfte, kuriose Fantasie. Der Film schneidet brillant Themen wie Einsamkeit, die Ungewissheit des Lebens sowie das Zögern und die Schwierigkeiten, die Menschen manchmal haben, sich untereinander zu verständigen und richtig zu kommunizieren, an. Die Regisseurin legt großen Wert darauf, uns ein ungewöhnliches Rom vorzustellen, weit entfernt vom Klischee-Bild der Stadt, durch die Inszenierung des architektonisch sehr rationalen Viertels EUR, ein sehr moderner, luftiger Stadtteil. Die ständig wiederkehrenden, statisch symmetrischen Aufnahmen ermöglichen es dem Zuschauer, sich in das einzigartige, fast fantastische Universum der Hauptfigur hineinzuversetzen. Die ausgewählten Stücke klassischer Musik fesseln das Publikum, ohne den Film damit zu überrollen. „Nina“ ist die vertraute Geschichte gewöhnlicher Figuren, die jedoch ihren ganz eigenen Lebensweg haben. Genau wie das Leben selbst streben sie nach Vervollständigung und erleben dabei große und kleine Freuden, kleine oder große Enttäuschungen. Elisa Fuksas hat ihr Publikum nicht vergessen, das im Anbetracht der grenzlosen Fantasie der Regisseurin nicht zurück bleibt, sondern sich leicht mit den Filmfiguren identifizieren kann.

Über den film :
NINA
Regie: Elisa Fuksas
Mit: Diane Fleri, Luca Marinelli, Ernesto Mahieux, Luigi Catani, Marina Rocco, Andrea Bosca
Jahr: 2012
Land: Italien
Dauer: 84′
Drehbuch: Elisa Fuksas, Valia Santella
Produzent: SILVIA INNOCENZI und GIOVANNI SAULINI für MAGDA FILM und PACO CINEMATOGRAFICA
World sales: intramovies, http://www.intramovies.com/contact-us/
Trailer: http://www.intramovies.com/catalogue/details.php?id=551

Die CICAE zeichnet Spielfilme bei den wichtigsten Filmfestivals Europas aus. Der ausgezeichnete Film erhält die Unterstützung des Internationalen Verbandes der Filmkunsttheater CICAE durch Informationsmaßnahmen bei seinem internationalen Netzwerk.

Mitglieder der CICAE-Jury beim Festival ANNECY CINÉMA ITALIEN waren Maral Mohsenin (Lichtspiel/Kinemathek, Bern), Alice Bourrely (ASCA, Association Suisse du Cinéma d’Art, Genf) und Francesco Clerici (Barz and Hippo, Mailand)

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