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Art Cinema Award ex aequo für Memory House, von João Paulo Miranda Maria, und The Other Tom von Rodrigo Plá und Laura Santullo auf der Cinéma en Construction 37 Toulouse

Art Cinema Award ex aequo für Memory House, von João Paulo Miranda Maria, und The Other Tom von Rodrigo Plá und Laura Santullo auf der Cinéma en Construction 37 Toulouse

Memory House von João Paulo Miranda Maria und El Otro Tom (The Other Tom) von Rodrigo Plá und Laura Santullo erhälten ex aequo den Art Cinema Award auf dem Cinélatino – Cinéma en Construction 37 Toulouse.

Informationen zum Film

Memory House
Brazil, 2020, 89 Minuten
Regie und Drehbuch: João Paulo Miranda Maria
Cast: Antonio Pitanga, Ana Flavia Cavalcanti, Sam Louwyck
Produktion: Paulo COSENZA (BOSSA NOVA FILMS) und Maneki Films
Weltvertrieb:

Mehr Info und Bilder auf der Webseite des Festivals.

Synopsis

Cristovam, ein Einheimischer aus dem brasilianischen Hinterland, arbeitet in einer Milchfabrik in einer ehemaligen österreichischen Kolonie in Brasilien.  Er fühlt sich einsam, geächtet durch kulturelle und ethnische Unterschiede. Eines Tages entdeckt er ein verlassenes Haus, das mit Gegenständen gefüllt ist, die ihn an seine Herkunft erinnern. Langsam lässt er sich in diesem Haus nieder. Merkwürdigerweise tauchen immer mehr Gegenstände ohne Erklärung auf, als ob der Ort “lebendig” wäre.

Jurys Begründung:

 “Memory House” (Casa de antiguidades) ist ein komplexer und intensiver Film, der die kulturelle und soziale Spaltung Brasiliens durch ein unerwartet fantastisches Genre darstellt. Die Geschichte von Cristovam lässt uns von Anfang an mit seiner Ausgestoßenheit und Einsamkeit, in einer kleinen Agrarstadt im Süden Brasiliens, mitfühlen. Seine Entfremdung bringt ihn dazu, sich in ein verlassenes Haus zu flüchten, in dem Erinnerungen auftauchen und ihn seinen Bezug zur Gegenwart verlieren lassen. Der Film, der auch durch eine großartige Kameraführung überzeugt, baut eine Geschichte mit unerwarteten Wendungen auf und berührt die Zuschauer. Es ist wichtig, einen großen Hauptdarsteller (Antonio Pitanga) zu erwähnen, der uns mittels weniger Dialoge tief in die Geschichte tauchen läßt. Wir sind der Meinung, dass João Paulo Miranda ein junger Regisseur ist, den man kennenlernen muss. Er hat ein phantasievolles und kreatives Werk geschaffen, das eine neue Richtung im lateinamerikanischen Kino darstellt.

El Otro Tom (The Other Tom)
Mexiko, 2020, 110 Minuten
Regie und Drehbuch: Rodrigo Plá et Laura Santullo
Cast: Julia Chávez (Elena), Israel Rodríguez (Tom)
Produktion: Buenaventura Producciones
Weltvertrieb: 

Mehr Info und Bilder auf der Webseite des Festivals.

Synopsis

Elena ist alleinerziehende Mutter und auf Sozialleistungen angewiesen. Ihr Sohn Tom hat Verhaltensschwierigkeiten und wird in der Schule als “Problemkind” stigmatisiert. Die Abwesenheit des Vaters ist Teil des komplizierten Bandes zwischen ihnen. Bei Tom wird die Diagnose “Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung” gestellt und er wird wegen dieser Krankheit behandelt. Ein seltsamer Unfall wird seine Mutter jedoch vor psychiatrischen Medikamenten schützen. Ihre Weigerung, ihm weiterhin Medikamente zu geben, wird dazu führen, dass der Sozialdienst droht, ihn aus der Haft zu entlassen.

Décision du jury :

The Other Tom (El Otro Tom) spricht ein Thema an, das außerhalb der Fachgebiete wenig diskutiert wird, nämlich die Diagnose von ADHS und die Behandlung, die die Gesundheitssysteme den als “problematisch” geltenden Kindern zukommen lassen. Die Hauptdarsteller geben dem Film eine starke Stimme; Elena, eine junge alleinerziehende Mutter, die von Sozialdiensten abhängig ist und eine komplizierte Beziehung zu ihrem Sohn hat, und der mit großer Leistung dargestellte 10-jährige Tom, der für sein Verhalten in der Schule und zu Hause stigmatisiert wird, tragen diesen Film.
Nach einer wichtigen Wendung, erhebt sich Elena gegen das System. Das verleiht der Geschichte eine tiefe Menschlichkeit, die es dem Zuschauer erlaubt, die Figuren, die “am Rande des Systems” stehen, auf ihrem Weg der gegenseitigen Akzeptanz zu begleiten. „El Otro Tom“ hat ein gut ausgearbeitetes Drehbuch, das ein schwieriges Thema mit großer Kraft darstellt und von einer schönen Cinematographie unterstützt wird, die uns mit dem Drehort des Films verbindet. Wir glauben, dass dies ein Werk ist, das unbedingt in die Kinos kommen sollte.

In der Jury waren:

Merino MILAGROS, Cinema Palma, Trevignano, Italien
Luis APOLINARIO
, Alambique, Portugal (Europa Distribution)
Monica FELEA
, Bad Unicorn, Rumänien (Europa Distribution)

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